Gender: Geschlechtergerechte Schule

"Ich kann nun mal nicht aus meiner Haut", heisst es gerne, wenn es darum geht, einer Herausforderung auszuweichen. Dabei wird gerne vergessen, dass ein guter Teil dessen, was uns ausmacht, von anderen zurechtgezimmert worden ist. Dies trifft auch auf das sog. "Gender" zu. Hierunter wird das soziale und kulturelle Geschlecht einer Person verstanden. Das zeigt sich beispielsweise dann, wenn gleiches Verhalten bei Jungen und Mädchen unterschiedlich bewertet wird. Wenn also das aggressive, herausfordernde Mädchen mit weniger Verständnis rechnen muss, als der aggressive, herausfordernde Junge, oder wenn der eher zarte, sensible Junge nicht mit dem gleichen Verständnis rechnen kann, wie das zarte, sensible Mädchen.

Geschlechtergerechtigkeit heisst nun allerdings nicht einfach Gleichbehandlung, sondern Fairness. Erst wenn die Rollenerwartungen und -muster als solche wahrgenommen werden, können in der Schule ausgleichende Massnahmen getroffen werden, um die Bildungschancen in allen Fächern für beide Geschlechter zu gewährleisten.

Weiterbildungsangebote zum Thema "Genderbewusstsein an Schulen" :

 

 


Jugend & Gesellschaft, Schulhaus Burg, Liestal

Impressum

Home

Leitfarbe: Grau

Die Berufslehre steht der Gleichstellung von Männern und Frauen im Weg

Da das duale Berufsbildungssystem der Schweiz sehr frühe Berufswahlentscheidungen erfordert, verhindert es oftmals unkonventionelle berufliche Entwicklungen. Junge Menschen orientieren sich besonders stark an gleichgeschlechtlichen Rollenvorbildern. Nur wenige finden den Mut, sich gegen Erwartungsmuster zu entscheiden. Zu diesem Ergebnis kam eine Gruppe von Wissenschaftlern, die am Nationalen Forschungsprogramm NFP60 mitgewirkt haben.

> Siehe Linkliste.

Quelle: AZ, 28. Mai 2014